Zwei Ziele

Sollte die feingewebliche Untersuchung bestätigen, dass ein Prostatakrebs vorliegt, muss geklärt werden, ob sich der Tumor auf die Prostata beschränkt oder bereits Metastasen vorliegen. Der bereits erwähnte PSA-Test spielt dabei eine wichtige Rolle. Liegt der PSA-Spiegel unter 10 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) kann man meist davon ausgehen, dass es sich um ein lokal begrenztes Prostatakarzinom handelt. Bei höheren PSA-Werten oder bei aggressiven Tumoren in der feingeweblichen Untersuchung sollte jedoch eine sogenannte Knochenszintigrafie zum Nachweis oder Ausschluss von Knochenmetastasen durchgeführt werden. Auch ein CT (Computertomogramm) oder ein MRT (Magnetresonanztomogramm) der Bauchhöhle und des Beckens können sinnvoll sein.

Bei der Behandlung des Prostatakarzinoms gibt es grundsätzlich zwei Ziele:

Entweder gelingt es, den Prostatakrebs dauerhaft zu heilen oder man verhindert zumindest das weitere Ausbreiten des Tumors und setzt den Fokus auf die Erhaltung von möglichst viel Lebensqualität. Insgesamt gesehen sind die Heilungschancen bei Tumoren, die sich auf die Organkapsel der Prostata beschränken, heute hervorragend: diese liegen bei rund 90%.